Epochenunterricht 2012
Fast wie im "Fliegenden Klassenzimmer"
Schüler der Christlichen Schule Dresden unternahmen eine neuntägige Zeitreise in die Antike
Von Clemens Nollau und Julius Koch, unter Mitarbeit von Franziska Breuninger und Marion Oswald
In den letzten beiden Wochen vor den Winterferien (30.01.-09.02.2012) fand in der Christlichen Schule Dresden ein Unterricht besonderer Art statt. Im Rahmen des Epochenunterichts setzten sich rund 260 Schüler auf vielfältige Weise mit dem Thema "Antike" auseinander. Hierbei hatten sie nicht nur die griechische und römische Antike im Blick, sondern etwa auch das Alte China. Ziel war es, zum Abschluss alle Ergebnisse in einer Ausstellung zu präsentieren. Integriert in die Arbeit mit Projekt- und Werkstattcharakter waren sowohl die vierten Klassen der Grundschule als auch die Klassen 5-8 der weiterführenden Schulen.
Zu den Höhepunkten zählte ein Vortrag eines Promovenden aus dem Fachbereich Alte Geschichte der TU Dresden und die Aufführung eines Trickfilmes für die gesamte Schule. In den ersten beiden Tagen absolvierten die Schüler einen Grundkurs zum Thema Antike, sodass alle auf dem gleichen Wissensstand waren, als sie in die Workshops zur Vertiefung und Spezialisierung gingen. Während die Grundkurse noch im Klassenverband stattfanden, waren die 3-6tägigen Workshops sowohl alters- als auch schulartübergreifend organisiert. Hier arbeiteten also zum Beispiel Grundschüler mit Mittelschülern und Gymnasiasten der Klasse 5 und 6'auf Augenhöhe' in einem Team zusammen. Andere Workshops widerum umfassten die Klassenstufen 6-8.
Die Schüler wählten ihr Spezialgebiet zwischen 14 verschiedenen Workshops aus, in denen zum Beispiel die Ausstellung "Rom 312 - das Erlebnis der antiken Weltstadt" im Asisi Panometer Dresden besucht, eine Exkursion zum Pompeji-Museum "Katastrophen am Vesuv" in Halle gemacht oder ein Theaterstück entworfen und aufgeführt wurde. In weiteren Kursen erkundeten die Schüler die antike Götterwelt, beschäftigten sich mit antiker Medizin oder kochten wie die Römer. In den jeweiligen Workshops gab es eine Einführung und dann ging es darum, sein Wissen über das entsprechende Thema anschaulich umzusetzen. "Uns ist wichtig, dass die Schüler mit allen Sinnen und über die Fächergrenzen hinweg miteinander lernen", sagt die Schulleiterin Frau Dr. Oswald. Ergebnisse sind als Installationen, Zeichnungen, Brettspiele, Filme sowie ein Theaterstück samt Requisiten zu bestaunen.
Am Abschlusstag bauten die Schüler ihre Ausstellung "Leben in der Antike" im Schulhaus auf. Zur Eröffnung am 9. Februar um 18.00 Uhr in der Turnhalle der Christlichen Schule, zu der eine kleine Einführung sowie griechisches Theater geboten wurden, war auch die Öffentlichkeit herzlich eingeladen.
Im kommenden Schuljahr wird die Zeitreise fortgesetzt: Dann geht es ins Mittelalter. Denn der diesjährige Epochenunterricht war nur die Auftaktveranstaltung für eine Zeitreise bis in die Neuzeit.
